Keltenwelt-Forum 2012
Pretiosen im Erdblock: Die keltischen Funde der Glauberger Fürstengrabhügel 1 und 2 und ihre Geschichte
Eine Veranstaltungsreihe des Forschungszentrums der
Keltenwelt am Glauberg in Kooperation mit dem Förderverein der
Keltenwelt am Glauberg
In jedem Winterhalbjahr am zweiten Donnerstag
im Monat finden im Vortragsraum der Keltenwelt am Glauberg in
Kooperation mit dem
Förderverein ergänzende Vorträge zur
Dauerausstellung statt. Namhafte Expertinnen und Experten
berichten im Rahmen eines Abendvortrags von ihren Ergebnissen
und erlauben so einen umfassenden und einmaligen Einblick in
die komplexe Welt der Kelten.
Veranstaltungsort: Dezentrales
Archäologisches Landesmuseum Keltenwelt am Glauberg, Am
Glauberg 1, 63695 Glauburg
Einlass und Kasse: 18:45 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt: 5,00 EUR, Mitglieder des Fördervereins: 2,50
EUR
Da nur ein begrenztes Kartenkontingent zur Verfügung steht, ist
telefonische Voranmeldung unter 06041/82330-24
erforderlich.
Den Auftakt des ersten Keltenwelt-Forums bildet der Vortrag von Dr. Fritz-Rudolf Hermann, Landesarchäologe i. R., der die archäologischen Ausgrabungen rund um den Glauberg initiierte und über viele Jahre hinweg wissenschaftlich betreute.
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12. Januar 2012
Dr. Fritz-Rudolf Herrmann,
Die Fürstengrabhügel am Glauberg in ihrem Fundzusammenhang
Nach der Entdeckung des Kreisgrabens eines Großgrabhügels im südlichen Vorfeld des Glaubergs fanden von 1994 bis 2001 dort durch die Landesarchäologie umfangreiche Grabungs- und Prospektionsarbeiten statt. Sie erbrachten aufsehenerregende Ergebnisse zum keltischen Totenbrauchtum und überregional bedeutsame Fundstücke aus insgesamt drei fürstlichen Bestattungen des 5. Jahrhunderts v. Chr. Ein seltenes, außergewöhnliches Fundobjekt war die lebensgroße Statue eines frühkeltischen Fürsten aus Sandstein sowie Bruchstücke von drei weiteren gleichgestalteten Statuen. Der Vortrag schildert die Entdeckungsgeschichte der ungewöhnlichen Anlagen am Glauberg und stellt die Statuen in ihren frühkeltischen Zusammenhang. Im Anschluss an den Vortrag besteht für die Besucher die Möglichkeit, mit Herrn Dr. Herrmann die Statuenoriginale zu besichtigen. -
9. Februar 2012
Frank Bodis
Das Projekt! Von der Ausgrabung bis ins Museum
Der Referent, Leiter der archäologischen Restaurierungswerkstatt der hessenARCHÄOLOGIE, schildert in seinem Vortrag das bislang aufwendigste und spektakulärste Restaurierungsprojekt der hessischen Landesarchäologie. Der Bogen spannt sich von der Blockbergung im Gelände, über die Freilegung der Grabfunde im Labor bis hin zu den sich anschließenden wissenschaftlichen, restauratorischen und konservatorischen Arbeiten.Anmeldung und Kartenvorverkauf: ab 13.1.2012
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8. März 2012
Angelika Ulbrich
Die Freilegung und Restaurierung der Funde aus dem Fürstengrabhügel 2 vom Glauberg
1999 wurde der Fürstengrabhügel 2 am Glauberg, der durch geophysikalische Prospektionen entdeckt worden war, durch die Landesarchäologie ausgegraben. Wenige, aber außergewöhnliche Funde eines frühkeltischen Kriegers aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. kamen zum Vorschein. Frau A. Ulbrich, Restauratorin in der archäologischen Restaurierungswerkstatt der hessenARCHÄOLOGIE, erläutert in ihrem Vortrag die aufwendigen Restaurierungsschritte an den durch eine Blockbergung gesicherten Funden bis hin zu ihrer Ausstellungsreife. Im Anschluss an den Vortrag wird Frau Ulbrich die Originalfunde aus Grabhügel 2 mit den Zuhörern besichtigen und für Fragen zur Verfügung stehen.Anmeldung und Kartenvorverkauf: ab 10.2.2012
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19. April 2012
Thomas Flügen und Renate Frölich
Das Fürstengrab vom Glauberg – Neue Wege bei der Freilegung, Restaurierung und Dokumentation der Funde aus Grab 1
1994 wurde der Fürstengrabhügel 1 am Glauberg, der durch Luftbildarchäologie entdeckt worden war, durch die Landesarchäologie ausgegraben. Dabei wurden zwei reich ausgestattete Gräber von frühkeltischen Kriegern aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. entdeckt. Aufgrund organischer Resten wie Holz und Textil wurden sie in Blöcken geborgen und erst in der archäologischen Restaurierungswerkstatt der hessenARCHÄOLOGIE in einem Zeitraum von mehreren Jahren freigelegt. Die Restauratoren Renate Frölich und Thomas Flügen stellen in ihrem gemeinsamen Vortrag die einzelnen Gegenstände aus dem faszinierenden und am reichsten ausgestatteten Grab 1 vor und erläutern an ausgewählten Objekten die unterschiedlichen Schritte der Freilegung, Dokumentation und Restaurierung. Im Anschluss werden die Vortragenden die Originalfunde aus Grab 1 mit den Zuhörern besichtigen und für Fragen zur Verfügung stehen.Anmeldung und Kartenvorverkauf: ab 9.3.2012
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