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Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2016, 101. Band: Der 101. Band des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen 2016 ist soeben erschienen. Mit einem Umfang von gut 500 Seiten bietet dieser Band mit seinen Beiträgen eine umfangreiche und breit angelegte Themensammlung von der Zeitgeschichte bis ins Mittelalter. mehr»»

Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2016, 101. Band

Johann Georg Wille, Portrait 1776
Der 101. Band des Oberhessischen Geschichtsvereins Gießen 2016 ist soeben erschienen. Mit einem Umfang von gut 500 Seiten bietet dieser Band mit seinen Beiträgen eine umfangreiche und breit angelegte Themensammlung von der Zeitgeschichte bis ins Mittelalter.
Foto: D. Klein (Foto 2016), Stich, Portrait von Johann Georg Wille, 1776; Standort: Oberhessisches Museum Gießen (Ausschnitt)

Band 101 der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2016 ist erschienen

Druckfrisch liegt er vor, der 101. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins (MOHG)für das Jahr 2016.

Zwar erscheint der Band etwas später als gewohnt, dafür aber im stattlichen Umfang von gut 500 Seiten, darauf verweist das Redaktionsteam, bestehend aus Manfred Blechschmidt, Michael Breitbach, Eva-Maria Felschow, Susanne Gerschlauer und Carsten Lind.

Eingangs erinnert Vorstandsmitglied Dagmar Klein an Kurt Heyne, der im Dezember 2016 verstarb. Er bleibt vielen Vereinsmitgliedern vor allem wegen seiner zahlreichen Exkursionen auf den Spuren von Goethe in Erinnerung.

Einen Schwerpunkt in diesen MOHG bildet der Zeichner und Kupferstecher Johann Georg Will(e), geboren in der Obermühle bei Bieber, dessen Geburtstag sich im November 2015 zum 300. Mal jährte. Aus diesem Anlass wurden zwei Beiträge zu Willes Schaffen aufgenommen, womit der Vorstand die in den 1960er Jahren begonnene Geschichtsschreibung zu Wille fortsetzt. Prof. Elisabeth Décultot (Paris/Halle) arbeitet die Leistungen von Wille als einem der wirkungsmächtigsten europäischen Kulturvermittler des 18. Jahrhunderts heraus. Prof. Marcel Baumgartner (Gießen) würdigt, ausgehend von der Wille-Sammlung im Bestand des Oberhessischen Museums, das in über 70 Jahren entstandene Oeuvre von Wille.

Antonio Sasso hat sich intensiv mit dem Augustinerchorfrauenstift Cella am Fuß des Schiffenbergs befasst inklusive der Aufarbeitung der zugehörigen Archivalien. Sein Vortrag beim Geschichtsverein ist hier nachlesbar.

Matthias Kornitzky bringt die Ergebnisse von aktuellen Untersuchungen an der Burg Vetzberg. Susanne Gerschlauer stellt neue Befunde und Funde zur ehemaligen Synagoge in Großen-Buseck vor. Weitere Facetten des Ersten Weltkriegs werden aufgezeigt: in der Geschichte von Stadt (Ludwig Brake) und Universität (Prof. Trude Maurer) Gießen sowie in der Gemeinde Angenrod bei Alsfeld (Prof. Ingfried Stahl).

Weitere personengeschichtliche Beiträge handeln vom Auswanderer und Bierbrauer Lemp aus Pohlheim (Nicola Stumpf) und von der Berufung des Johannes Haller an die Universität Gießen (Herbert Zielinski). Der Lebensweg des "oberhessischen Hirtensohns beim letzten Mohikaner", Georg Schneider aus Fellingshausen, war ebenfalls ein Vortrag beim OHG, der nun nachlesbar ist. Hierfür steht der in Marburg lehrende Historiker Prof. Holger Gräf. Quasi einen Vorausblick auf zwei Jubiläen in diesem Jahr wirft der Literaturwissenschaftler Rolf Haaser: die Geburtstage des Naturwissenschaftlers Carl Vogt und des Kulturphilosophen Moritz Carrière jähren sich zum 200. Mal. Haaser zeigt die erstaunliche Parallelität ihrer Biografien auf.

Der Band 101 (2016) ist in der Geschäftsstelle im Stadtarchiv erhältlich, für Mitglieder ist er kostenfrei, für Nichtmitglieder kostet er 14,50 Euro.