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Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2011, 96. Band: Auf 389 Seiten bietet der 96. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum. Diesmal liegt einer der Schwerpunkte in der Zeitgeschichte. Dem ersten Beitrag über die Gießener Soziologin und Frauenrechtlerin Henriette Fürth folgt ein Blick auf die Militärgeschichte Gießens, danach ein Beitrag zum Wiederaufbau Gießens nach 1945. mehr»»
Übersetzung von lateinischen Grabschriften auf dem Alten Friedhof in Gießen - In memoriam Dr. Elisabeth Kredel
von Dagmar Klein
MOHG 93 (2008) S. 137 ff. - PDF (download)
Ende der 1920er Jahr publizierte Dr. Elisabeth Kredel, eine der ersten wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen der Gießener Universität (Romanistik), die „Grabschriften von Gießener Universitätsangehörigen aus dem 17. und 18.Jahrhundert“ in den Nachrichten der Gießener Hochschulgesellschaft. Über die Entzifferung und Dokumentation der Inschriften hinaus, hat sie Weiteres zu den Personen recherchiert und damit viele Informationen bewahrt, die heute durch Kriegszerstörung nicht mehr zugänglich sind. Einige der Grabsteine im Außenraum waren schon damals partiell nicht mehr lesbar, Wind und Wetter haben diesen weiter zugesetzt. Heute ist es nicht mehr selbstverständlich, dass Friedhofsbesucherinnen und -besucher Latein gelernt haben und selbst wenn, ist das Lesen und Verstehen alter Grabinschriften eine besondere Kunst. Die Formulierungen sind ungewöhnlich, enthalten Abkürzungen, sind poetisch-literarisch formuliert und klingen fremd, da sie nicht mehr unserem Sprachgebrauch entsprechen. Als langjähriger Führerin über den alten Friedhof war es mir schon lange ein Anliegen, diesen Kredelschen Schatz für interessierte Friedhofsbesucher zugänglich zu machen. Mein Dank geht an: den einstige Lateinlehrer Siegfried Schäfer, der die erste Kärrnerarbeit der Übersetzung übernahm und sich dabei um Verständlichkeit bemühte. Er hat Strukturen des lateinischen Originals modifiziert, ohne auf den frühneuzeitlichen Sprachduktus zu verzichten. Dennoch blieben offene Fragen, einige Abkürzungen und besondere Formulierungen betreffend, die Prof. Dr. Hans-Heinrich Kaminsky unter die Lupe nahm, den letzten Schliff verpasste Cand. Phil. Holger Sturm (Altphilologe) von der Universität Gießen.
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