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Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2011, 96. Band: Auf 389 Seiten bietet der 96. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum. Diesmal liegt einer der Schwerpunkte in der Zeitgeschichte. Dem ersten Beitrag über die Gießener Soziologin und Frauenrechtlerin Henriette Fürth folgt ein Blick auf die Militärgeschichte Gießens, danach ein Beitrag zum Wiederaufbau Gießens nach 1945. mehr»»
"Ihnen, liebe Mutter, bin ich zu ganz besonderem Dank verpflichtet..."
von Dr. Jutta Failing
MOHG 93 (2008) S. 239 ff. - PDF (download)
Das Leben der Freifrau Emily von Fritsch, geb. van der Hoop, und ihr Einsatz als freiwillige Hilfsschwester in Gießen während des Ersten Weltkriegs. Die in Rodheim auf Hof Schmitte geborene Freifrau Emily von Fritsch, geb. van der Hoop, meldete sich 1914 zum Krankenpflegedienst im Gießener Reserve-Lazarett II, wo sie als Hilfsschwester verwundete Soldaten versorgte. Aus dem persönlichen Nachlass der Adligen sind zahlreiche Feldpostbriefe, Kartengrüße und Dankesschreiben ehemaliger Patienten erhalten, darunter Zeilen, in denen die gefährliche und nervenaufreibende Situation im Schützengraben anklingt. Wie sehr sie es verstand, den Verwundeten auch auf freundschaftlich-mütterlicher Ebene beizustehen, macht die Anrede "liebe Mutter" deutlich. An Emily von Fritsch, ihr Leben auf dem Schmitter Hofgut und ihr ehrenamtliches Engagement will dieser Beitrag erinnern, auch wird damit ein Stück der Geschichte der Kriegskrankenpflege in Gießen in Erinnerung gebracht.
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