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Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2011, 96. Band: Auf 389 Seiten bietet der 96. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum. Diesmal liegt einer der Schwerpunkte in der Zeitgeschichte. Dem ersten Beitrag über die Gießener Soziologin und Frauenrechtlerin Henriette Fürth folgt ein Blick auf die Militärgeschichte Gießens, danach ein Beitrag zum Wiederaufbau Gießens nach 1945. mehr»»
"Ergasterium Disciplinarium"
von Jascha Braun
MOHG 93 (2008) S. 357 ff.
... beschäftigt sich mit Gefängnisarbeit mit 19. Jahrhundert. Am Beispiel des in der Wetterau gelegenen Landeszuchthauses Marienschloss, wird der Frage nachgegangen, weshalb Gefängnisinsassen zum Arbeiten angehalten wurden. Zunächst werden allgemeine Entwicklungen dieser Zeit beschrieben. Im zentralen Teil stehen Quellen aus dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt im Vordergrund, die den Arbeitsalltag in Marienschloss veranschaulichen. Der Aufsatz schließt mit einem eindeutigen Fazit: Der Arbeitszwang diente in erster Linie als Mittel der Sozialdisziplinierung. Ökonomischen Interessen und das Bestreben, den Gefangenen Abwechslung zu bieten, stellten weitere Gründe dar.
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