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Aktuelles

Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2011, 96. Band: Auf 389 Seiten bietet der 96. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum. Diesmal liegt einer der Schwerpunkte in der Zeitgeschichte. Dem ersten Beitrag über die Gießener Soziologin und Frauenrechtlerin Henriette Fürth folgt ein Blick auf die Militärgeschichte Gießens, danach ein Beitrag zum Wiederaufbau Gießens nach 1945. mehr»»

Abstract zum Beitrag von Chris Nees

Schloss Rauischholzhausen, Schöpfung eines kunstverständigen Bau­herrn, der mit viel Liebe an seinem Bau hing

Ferdinand Eduard von Stumm war der Schöpfer von Schloss und Park Rauischholzhausen. Er entstammte einer Industriellendynastie, zu deren Erbe das politische Engagement ebenso gehörte wie sein Interesse für Kunst. Auf diesem Gebiet entwickelte er eine hohe Kennerschaft, was u.a. Stumms heute noch bekannte, qualitätvolle Sammlung von Kunstgegenständen und Antiquitäten belegt.

Das Schloss Rauischholzhausen ist in der Zeit des Historismus entstanden. In seiner architektonischen Beispielhaftigkeit eignet es sich in hohem Maße, Qualität und Vorstellungen dieses Baustils kennen zu lernen. Die Gesamtkonzeption ist auf den Bauherrn zurückzuführen. Er berief mit sicherem Gespür für künstlerische Befähigungen qualifizierte Mitarbeiter. Die Architekten unterschiedlicher Stilpräferenzen schufen, ausgehend von seinen Ideen, eine Anlage, die malerische Vielfalt und Formenfülle zu einem einheitlichen Ganzen zusammenfügt.