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Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2011, 96. Band: Auf 389 Seiten bietet der 96. Band der Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins in diesem Jahr wieder ein breites Themenspektrum. Diesmal liegt einer der Schwerpunkte in der Zeitgeschichte. Dem ersten Beitrag über die Gießener Soziologin und Frauenrechtlerin Henriette Fürth folgt ein Blick auf die Militärgeschichte Gießens, danach ein Beitrag zum Wiederaufbau Gießens nach 1945. mehr»»
Abstract zum Beitrag von Dieter Steil
"Auf Dein Kommen … freuen wir uns sehr …“ - Martin Bubers Beziehungen zu Gießen
In seinem Aufsatz zeichnet der Autor Bubers Beziehungen zu Gießen im ersten Jahrfünft der 20er Jahre nach. Sie entstanden im Umkreis der Odenwaldschule im Zusammenhang mit der Frage nach einer ganzheitlichen Erziehung. Dieses Thema wurde im Freundeskreis, der sich nach dem Krieg weitgehend in Gießen konzentrierte, bald von grundsätzlichen ethischen Fragen zur Politik überlagert. Früh schon entstanden Beziehungen zu der Friedensarbeit der Quäker. Aus den Diskussionen um Frieden und Krieg entstand auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung mit Frankreich entstand der Vorschlag eines freiwilligen Aufbaudienstes in Belgien und Frankreich. Bubers Beziehungen zu Gießen endeten nach dem Tod bzw. dem Wegzug der beiden bedeutendsten Freunde Bubers, der etwa zu gleichen Zeit neue Aufgaben übernahm (u.a. Übersetzung der Hebräischen Bibel).
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