Dagmar Klein M.A., Gießen
Von der „organisierten Mütterlichkeit“ zur „Staatsbürgerin“ - Gießener Frauenvereine zu Beginn des 20. Jahrhunderts
Zahlreiche Frauen engagierten sich in sich in Fürsorge und Wohltätigkeit, was damals schon "organisierte Mütterlichkeit" genannt wurde. Dazu kam Hilfe zur Selbsthilfe, etwa die Stelle für Rechtsberatung und Stellenvermittlung, die Vertretung eigener beruflicher Interessen und staatsbürgerliches Engagement. Nachdem während des Ersten Weltkriegs Frauen hinlänglich ihre organisatorischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt hatten, ermöglichte ihnen das neue Wahlrecht von 1918/1919 die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Stadtpolitik. Im Zentrum des bildgestützten Vortrags steht die Ortsgruppe Gießen des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins.
Die Referentin, Dagmar Klein, ist freie Kunsthistorikerin und Journalistin, zudem seit 1991 Stadt- und Friedhofsführerin in Gießen; in diesem Zusammenhang begann sie mit ihren Forschungen zur lokalen Frauengeschichte, die sie in diversen Publikationen bekannt machte. Ihr letztes Buch erschien 2006, herausgegeben vom Frauenbüro der Stadt Gießen, finanziell unterstützt vom Oberhessischen Geschichtsverein Gießen: „Von der Wohltätigkeit zum politischen Engagement. Gießener Frauenvereine 1850-1933“. Seit 2003 ist sie Mitglied im OHG-Vorstand, zuständig für Schriftführung und Öffentlichkeitsarbeit, seit 2006 ist sie Mitglied im Denkmalbeirat der Stadt Gießen.
Pressespiegel
Gießener
Allgemeine
Gießener
Anzeiger
News abonnieren


