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8.3.2017, Brake, Gießen: Gießener Frauen im Ersten Weltkrieg

WK I - Propaganda, Frauenunterstützung
Viele Gießenerinnen unterstützten die Kriegsanstrengung nach Kräften, strickten und nähten, dienten als Hilfskrankenschwestern, „adoptierten“ Soldaten von der Front und nahmen elternlos gewordene Kinder auf. Sie leisteten Trauerarbeit für die Gefallenen. Stadtarchivar Dr. Brake referiert zum Thema: „Gießener Frauen in Ersten Weltkrieg zwischen Burgfrieden, Hingabe und Dienstpflicht".
Foto: Stadtarchiv Gießen, Kriegspropaganda: Frauen im 1. Weltkrieg. Plakat, Ausschnitt

Mittwoch, 8. März 2017

Gießener Frauen im Ersten Weltkrieg

Dr. Ludwig Brake, Stadtarchiv Gießen

Viele Gießenerinnen unterstützten die Kriegsanstrengung nach Kräften. Sie strickten und nähten, dienten als Hilfskrankenschwestern, „adoptierten“ Soldaten von der Front und nahmen elternlos gewordene Kinder auf. Und sie leisteten die Trauerarbeit für die Gefallenen. Mit zunehmender Kriegsdauer fielen ihnen auch Aufgaben in Verwaltung und Wirtschaft zu, wo sie fehlendes männliches Fachpersonal ersetzten. Nie hatte das "Vaterland" seine Frauen notwendiger gebraucht als in dieser Situation.

Mit Kriegsbeginn hatten auch die Gießener Frauenverbände ihre Reihen geschlossen und reihten sich in die Front der weitgehend männlich dominierten Sozial- und Hilfsverbände ein. Damit entsprachen sie den Erwartungen der Kriegsgesellschaft. Umso schmerzlicher war es für manche Frau und manches Mädchen, die Stellung in der Industrie, in den Büros der Kaufleute und der Staats- Gemeindeämter mit Kriegsende wieder aufgeben zu müssen. Die zurückkehrenden Männer hatten in allen Bereichen Vorrang.

Der Vortrag findet um 19.00 Uhr im Netanya-Saal des Alten Schlosses am Brandplatz in Gießen statt. Der Eintritt ist kostenlos.