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Aktuelles

Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins 2010, 95. Band: Mit dem rund 300 Seiten starken Mitteilungsband präsentiert der OHG auch in diesem Jahr wichtige Beiträge zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Römerzeit mit den aktuellen Ergebnissen der Grabungen des Römerlagers in Dorlar über das Mittelalter und die frühe Neuzeit bis in die heutige Zeit mit dem Beitrag zur Geschichte der Heinrich-Cloos-Stiftung in Gießen. mehr»»

Eckdaten zur Entwicklung des Oberhessischen Geschichtsvereins

13. Juni 1878 Die Herren Bramm (Bürgermeister), Dr. Boekmann, Dr. Gareis und Dr. Oncken laden zur Gründungsversammlung mittels einer Annonce im "Gießener Anzeiger" ein.
15. Juni 1878 Gründung der "Oberhessichen Vereins für Lokalgeschichte" im Café Ebel. Ca. 40 Anwesende treten als Mitglieder bei. Prof. Hoffmann regt die Einrichtung eines Museums an.
Juli 1878 Erster Vereinsausflug auf die Kapersburg (bei Ober-Rosbach)
Herbst 1878 Erste Vorträge des Vereins durch Prof. Gareis über "Pfahlgrabenkastelle" und Irle über die "Geschichte von Münzenberg"
2. Februar 1879
Eröffnung des Museums im alten Rathaus am Marktplatz
erster Leiter: Prof. Dr. Otto Buchner
Juni 1879 Der Verein gibt seinen ersten Jahresbericht heraus.
1881 Der Schriftentausch wird mit 41 - meist deutschen - Geschichtsvereinen durchgeführt.
29. November 1883 Prof. v. Ritgen, der Restaurator der Wartburg und des Gleibergs, übernimmt den Vorsitz
1888 Der Verein unterstellt seine Bücherei der Universitätsbibliothek Gießen, die den Schriftentausch übernimmt.
22. Februar 1889 Die Hauptversammlung beschließt die Änderung des Namens in "Oberhessischer Geschichtsverein". die "Jahresberichte" heißen jetzt "Mitteilungen des Oberhessischen Geschichtsvereins".
1892 Der Verein entwickelt eine lebhafte Werbetätigkeit. 115 neue Mitglieder treten bei, darunter die Stadt Gießen und die Gemeinden Großen-Linden, Wieseck, Leihgestern und Lollar.
Sommer 1897 Der "Oberhessische Geschichtsverein" tritt der "Historischen Kommission für Hessen und Waldeck" als Mitglied bei.
November 1898 Der Verein setzt einen besonderen Ausschuß für Ausgrabungen ein.
April 1899 Der Verein veranstaltet ein Preisausschreiben, das einen Preis von 500,- Mark aussetzt für eine Arbeit über die Geschichte des Schiffenbergs. Gewinner wird Dr. Hermann Kalbfuß mit seinen Aufsätzen "Das Augustinerchorherrenstift Schiffenberg" (Bd. 17/1909) und "Die Deutschordenskommende Schiffenberg" (Bd. 18/1910)
16. Oktober 1901 Der Vorstand beschließt, den Ausschuß für Volkskunde eingehen zu lassen und den Weg freizugeben für die Gründung des "Vereins für hessische Volkskunde" im Jahre 1903.
1903 In einem Werbeschreiben anläßlich seines 15jährigen Bestehens gibt der Vorstand einen ausführlichen Bericht über seine bisherige Arbeit.
1906 Der "Oberhessische Geschichtsverein" ist führend an der Gründung der "Historischen Kommission für Hessen-Darmstadt" beteiligt.
1907 Der 15. Bd. der "Mitteilungen..." erscheint als Festschrift zum 300. Geburtstag der Universität
1913 Verhandlungen der Vereins mit Kommerzienrat Gail und der Stadtverwaltung führen zur einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) unter dem Namen "Oberhessisches Museum und Gailsche Sammlung".
1915-1919 Die Vereinstätigkeit ist durch den Krieg weitgehend einschränkt.
1919 Der Verein setzt sich erfolgreich für die Erhaltung geschichtlicher Denkmäler in Grüningen ein.
März 1920 Auf Beschluß des Vereins wird zum 100. Geburtstag des Botanikers Prof. Hermann Hoffmann, des Initiators des Museums, an seinem Geburtshaus eine Tafel angebracht.
1921 Vereinsdiener Adam Ohr blickt auf eine 30jährige Tätigkeit für den Oberhessischen Geschichtsverein und das Museum zurück.
Januar 1923 Der Gründer des Vereins, der Rechtshistoriker Prof. Karl v. Gareis, stirbt in München.
27. November 1924 Der langjährige Schriftführer des Vereins Dr. Otto Kunkel verläßt Gießen. Sein Nachfolger wird Dr. Carl Walbrach.
23./24. Juni 1928 50 Jahrfeier des Oberhessischen Geschichtsvereins mit einem Festakt im großen Hörsaal der Universität. Den Festvortrag hält Dr. Adolf Bach über "Die Ortsnamen in ihrer Bedeutung für die Siedlungsgeschichte".
Die Zahl der Tauschpartner ist auf ca. 260 angewachsen.
1929 Prof. Behaghel übergibt nach 26jähriger Tätigkeit das Amt des 1. Vorsitzenden an Bibliotheksdirektor Dr. Ebel.
1933-1934 Prof. Dr. Theodor Mayer, einer der bedeutendsten deutschen Mediävisten, leitet den Verein.
1934/35 Dr. Karl Glöckner, der Herausgeber des "Codex Laureshamensis" übernimmt den Vereinsvorsitz
1938 Dr. Herbert Krüger wird Leiter des "Oberhessischen Museums" und tritt wenig später als Schriftführer in den Vorstand des Vereins ein.
1942 Dr. Glöckner gibt den Bd. 38 der "Mitteilungen..." heraus.
Dezember 1944 Der fast druckreife Bd. 39 wird mit dem Archiv und den Geschäftspapieren des Vereins ein Raub der Flammen.
1949 Der Verein beginnt wieder mit seiner Arbeit.
1953 Erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg erscheinen wieder die "Mitteilungen ..." unter der Schriftleitung von Dr. Glöckner.
1954 Hans Szczech übernimmt die Exkursionen zu historischen und kunstgeschichtlichen Denkmälern der engeren und weiteren Heimat.
1959 Ganztagesfahrten werden in das Programm des Vereins aufgenommen.
1960 Zum 80. Geburtstag seines Ehrenmitgliedes Prof. Christian Rauch gibt der Verein eine reich ausgestattete Festschrift heraus.
27. September 1962 Der Verein betrauert den Tod Dr. Karl Glöckners, der fast 28 Jahre lang das Amt des 1. Vorsitzenden ausübte. Dr. Klenk wird Vorsitzender und zugleich Herausgeber der "Mitteilungen ...".
1966 Nach dem Tod Dr. Klenks übernimmt Dr. Krüger den Vorsitz
1970 Durch Eintragung beim Amtsgericht wird der Verein e. V. Die Familien-Zweitmitgliedschaft bei geringer Erhöhung des Beitrags wird eingeführt.
Der Verein gibt sich eine neue Satzung.
1975 Unverschuldet gerät der Verein in eine schwere finanzielle Krise.
Das Stadtarchiv Gießen übernimmt die Geschäftsstelle.
1976 Die Mitgliederzahl steigt auf über 200.
17./18. Juni 1978 Der Oberhessische Geschichtsverein feiert seinen 100. Geburtstag mit einem Festakt im Stadtverordneten-Sitzungssaal.
15. Juni 2003 Der Oberhessische Geschichtsverein begeht den 125. Jahrestag seiner Gründung mit einer Veranstaltung in der Aula der Universität.

Die Darstellung stützt sich auf: Knauß, Erwin: 100 Jahre Oberhessischer Geschichtsverein. 15. Juni 1878 - 15. Juni 1975, in : MOHG N. F. 63 (1978), S. 1 - 15